Brutstätte des Wahnsinns
Brutstätte des Wahnsinns



Brutstätte des WahnsinnsoOo

  Startseite
    Texte
    Die Rückeroberung Morias (Fan-fiction)
    Gedankenschund
    Sonstiges
  Über...
  Gästebuch

°O°

http://myblog.de/gronk

Gratis bloggen bei
myblog.de





15. Mai

Gimli erwachte. Es war still. Sehr still. Für Gimlis Geschmack zu still. Heute wollte er mit seinen Truppen (er ließ sich diesen Gedanken, das er Truppen besaß, wie Honig auf der Zunge zergehen) die reichsten Schächte der Minen Morias zurückerobern. Dort gab es zwar noch kein Mithril, aber genug Eisen, Silber und Gold, das es für mehrere Zeitalter gereicht hatte! Er weckte Frain und Brain und trat mit ihnen hinaus zu “seinen” Kriegern. Er wurde freundlich gegrüßt (was auf eine Sauferei am Vortag hindeutete) und grüßte ebenfalls freundlich zurück (weshalb ihn die anderen Zwerge für betrunken hielten). Nachdem sich die Zwerge geordnet hatten, stellte er sich an die Spitze und marschierte los, 250 Zwerge blieben jedoch zur Verteidigung zurück. Sie marschierten einen kunstvoll bearbeiteten Gang entlang, während Frain und Brain (wie so oft) auf Gimli einredeten. Gimli lief zwischen seinen beiden Leibwächtern, die plötzlich ein Gespräch miteinander anfingen was Gimli gar nicht gefiel. Ihm gefiel ja schon nicht wenn sie ihn mit O.A.F.M.S. (Ober-Axt-Feld-Meister-Stratege), aber ihre neueste Kreation war grauenvoll. “He Frain, mir ist endlich etwas eingefallen, welches Wort man aus O.A.F.M.S. bilden kann!” -”Wirklich?! Und ich habe mir tagelang den Kopf darüber zerbrochen!” Gimli war verwirrt, hatten sie sonst nichts zu tun als Wortspielchen? “Ja, also, wie wäre es mit F.A.M.O.S. ?” - “Wunderbar, ab heute Herr Gimli seid ihr ein F.A.M.O.S.!”.
Gimli wusste nicht was es ist. Er wollte es gar nicht wissen. Sie redeten und redeten, das ganze Heer hörte zu (so furchtbar interessant sind die Minen von Moria nämlich nicht). Entnervt flehte Gimli innerlich zu allen Göttern die er kannte das sie einige Goblins schicken mögen, damit sie doch endlich zu reden aufhörten. Schließlich kamen sie an eine Biegung. Da Gimlis Karte nicht wirklich vollständig war, wusste er nicht, wohin es jetzt weiter geht. Also schickte er Frain und Brain je einen Gang erkunden los. Wenn sie auf Orks stoßen würden wäre das sicherlich der falsche Gang und sie würden (nach der Schlacht) den anderen Weg nehmen. Natürlich hätte Gimli einfach einen der Zwerge aus seinem Heer fragen können, aber so hatte er wenigstens erst einmal Ruhe vor den beiden.
Das Heer stand nun also da und wartete. Es dauerte nicht lange, bis man wildes Orkgekreische (und beinahe ebensolautes Zwergengebrülle) hörte. “Hier sind die Orks, hier!” riefen Brain und Frain wie aus einem Mund, die nahezu gleichzeitig zurück zum Heer stießen. Ein Zwei-Frontenkampf also. 'Das wird ein Spaß' dachte sich Gimli, 'schade nur, das ich nicht alle alleine töten kann.' Er ließ eine Blockformation annehmen, Bogenschützen in der Mitte, und wartete in der Mitte mit Frain und Brain. Die Goblins stürmten wütend kreischend auf die Zwerge zu, die sich aber standhaft verteidigten. Als die Zwerge wie eine Insel inmitten von Goblins umzingelt waren, forderte Gimli einige Zwerge auf einen Pfad für sich und die Leibwächter zu bilden, damit er an die Front könne. Mit gehobener Axt stürmte er vorwärts, geradewegs auf die Goblins zu. Frain und Brain trotteten, sich immer noch angeregt unterhaltend hinterher. Als sie durch waren, schlossen die Zwerge das Quadrat wieder. Verzweifelt hob ein Goblin sein Schild zum Schutz vor Gimli hoch, doch dieser hieb einfach hindurch und teilte ihn in der Mitte. Da es ihm mit seiner schweren Zweihandaxt nicht schnell genug ging, steckte er selbige wieder weg und holte zwei kleinere hervor. In jeder Hand eine Axt hieb er dem einen Ork den Kopf ab, dem nächsten spaltete er den Schädel während er einem anderen den Brustkorb zertrümmerte. Mit der rechten Axt zog er einen Halbkreis um sich, mit der linken stieß er einem stinkenden Ork gegen die hässliche Nase. Dann kam ihm eine (für Zwergenverhältnisse) geniale Idee. Er stemmte seine beiden Äxte mit der Oberseite auf den Boden, stieß sich ab während er seine Äxte nach vorne schwang. Nun stand er ganz allein inmitten von Orks. Vor Freude hätte er am liebsten ein ganz und gar nicht zwergisches Jauchzen von sich gegeben. Er schlachtete sich in eine Richtung, alles zerfetzend was in die Reichweite seiner Äxte kam. Schließlich stieß er gegen eine Wand. Die Schlacht war vorbei. Erst jetzt bemerkte er, wie müde er war. Erschöpft stützte er sich auf eine Axt, die Verluste seiner Streitmacht begutachtend. Es waren relativ wenige, 86 wie man Gimli später mitteilte. Die Schlacht hatte so lange gedauert, das es sich jetzt nichtmehr lohnen würde, zu den Minen vorzustoßen. Außerdem waren seine Mannen bei weitem zu erschöpft, um eine weitere Schlacht zu schlagen. Auf dem Rückweg waren Frain und Brain wieder munter am erzählen, vorallem über Gimlis “große Taten”. Der Betroffene rollte nur mit den Augen, es ging ihm schließlich nicht um große Taten, es ging ihm um den Spaß den er hatte wenn er seine Axt in die Rippen eines Orks schlug. Selbstverständlich hätte er das niemals zugegeben, würde das doch sehr viel von seiner Heldenhaftigkeit ( die ihm seit dem Ringkrieg nun einmal anhaftete) nehmen. “Er ist wirklich der einzig würdige Träger des Titels als F.A.M.O.S. “. Gimli hob die Hand, zum Zeichen das der Trupp stehen bleiben sollte. Sich angestrengt beherrschend stellte er sich vor Frain und Brain und fragte mit so zuckersüßer Stimme wie es nur irgendwie in seiner derzeitigen Stimmung ging, was denn nun F.A.M.O.S. bedeute. Aufgeregt teilten Frain und Brain ihm mit, dass es Fantastischer Axt Meister Oberster Stufe bedeute. Gimlis Antwort darauf ist leider nirgendwo verzeichnet, allerdings können wir davon ausgehen, das sie nicht allzu löblich ausfiel. Jedenfalls stellten Frain und Brain nach diesem kurzen Dialog das Reden ein. Wortlos gingen sie schlafen, Gimli machte sich langsam ernsthaft Sorgen ob er zu streng gewesen war. Doch dann beruhigte er sich wieder mit dem Gedanken, das sie alt genug wären das zu verkraften.
30.5.07 21:44


14. Mai

Unsanft wurde Gimli geweckt; “Wach auf mein Sohn, du bist ja leichter zu erschöpfen als dein alter Vater!”. Sofort sprang der angesprochene Sohnemann auf und schaute in das gutmütige Gesicht Gloins. “Soeben sind Groins Truppen eingetroffen; 1.000 frische Krieger!”. Schnell zog sich der sich wie ein kleines Kind freuendeGimli Kettenhemd, Helm etc. an, als er dann schließlich langsamen Schrittes die Kammer verließ um seine Würde zu wahren. Dort standen nun also 1.000 der Krieger die man Groin zugeteilt hatte (250 waren zusammen mit Groin im Lager geblieben). Dann kam ihm plötzlich ein erschreckender Gedanke; wohin mit den ganzen Zwergen? Langsam schritt er die Reihen der Krieger auf und ab, damit er unauffällig nachdenken konnte (richtiges Nachdenken ist, wie bereits erwähnt, bei Zwergen seltener der Fall, meistens haben sie ihr Gehirn auf kämpfen und schürfen eingestellt). Schließlich kam ihm (zumindest für einen Zwerg) geniale Idee! Gestern hatten sie die Rüstkammer Morias zurückerobert, wieso sollten sie nicht dort ihr Lager aufschlagen? Perfekt. Alle gesunden zwerge kommen in die Rüstkammer, die Verwundeten in die Kammer von Mazarbul, um sich dort zu erholen. Er bewunderte sich beinahe schon selbst für seine einzigartige Genialität. Nachdem er das den Zwergen gesagt hatte, trotteten Groins ehemalige Truppen nun zusammen mit den Gesunden Zwergen Gimlis und Gloins zur Rüstkammer. Zurück blieben gerade einmal knappe 30 Verwundete. Angekommen in der Rüstkammer hieß Gimli erstmal seine Krieger an, die ganze Kammer auszubessern, vorallem die Löcher, damit sie in der Nacht nicht einfach von den Goblins überrascht werden konnten. 50 Zwerge blieben zusammen mit einem Haufen Arbeit in der Rüstkammer Morias zurück, der Rest zog mit Gimli voran zu den königlichen Hallen Morias. Rasch teilte Gimli die kleine Streitmacht auf, denn es waren derer viele Hallen zu begutachten. Schließlich trafen sie sich alle in dem kleinsten Raum, der wohl einmal der Thronsaal gewesen war, ohne Verluste wieder. Gerade als Gimli anordnen wollte, das die Zwerge mit dem renovieren der Hallen loslegen sollten, hörte er ein leises schnaufen. Sofort verstummten alle Zwerge und sahen zu den 3 Eingängen in ihre Halle: dort stand, scheinbar allein, ein kleiner Goblin. Sofort suchten alle Zwerge Decke und Boden nach Rissen und Löchern ab, denn sie hielten es für ein Ablenkungsmanöver. Doch der ganze Raum war nicht allzusehr zerstört, sodass die einzigen Eingänge die drei waren durch welche die Zwerge gekommen waren. Nun stand also das ehemalige Heer Groins vor einem kleinen Goblin und hielt die Luft an. Weil es Gimli nichtmehr aushielt, schnappte er sich Brains Wurfaxt und warf sie dem Goblin an den Kopf, der daraufhin tot zu Boden fiel. Gespannt warteten die Zwerge ab was geschehen würde; nichts. Nach und nach entspannten sie sich wieder. Ein Zwerg mit Fackel trat an den Goblin heran und kniete sich hin, als er tot zu Boden fiel. Als er da so platt auf dem Rücken lag, erkannte man, das er von einem Pfeil durchbohrt war. Sofort wurden Befehle der Hauptleute gebrüllt, Schilde wurden hochgerissen und irritiert zu allen seiten geschaut. Einige zwerge warfen ihre Fackeln in den Gang, um besser sehen zu können. In jedem Gang hockten mehrere hundert Bogenschützen, die nun einen Pfeilhagel nach dem anderen auf die Zwerge losjagten, wobei durch die robusten Schilde der Zwerge beinahe jeder Treffer vereitelt wurde. Die Zwergenkrieger marschierten im Gleichschritt und in 3 Gruppen aufgeteilt auf die schießwütigen Goblins los, die Bogenschützen der Zwerge hielten sich in der Mitte und feuerten in die Reihen der Goblins. “Vorsicht!” rief Gimli, als auch schon die ersten Zwerge
schreiend durch die Luft flogen, geschlagen von einem Hammerschwingenden Höhlentroll. Von allen Seiten kamen nun Höhlentrolle und stellten sich keuleschwingend vor die Bogenschützen, die munter weiterschossen. Gimli schnappte sich seine Wurfaxt (zum ersten mal seine eigene, seit sie Moria wieder betreten hatten) und warf sie dem erstbesten Troll in den Kopf, der daraufhin umkippte, geradewegs in die kreischenden Goblinhorden hinein. Dann stürmte er los, Frain und Brain wie immer hinterher. Die Bogenschützen der Zwerge schossen wie immer auf die Trolle, die restlichen Zwerge hatten mittlerweile einen für die Pfeile der Goblins undurchdringlichen Schildwall gebildet, der sich langsam aber sicher zurückzog. Jeder unserer drei Helden nahm sich jeweils einen Eingang vor, an dem er die Trolle töten wollte. Gimli, den Eingang in der Mitte nehmend, hopste auf den Schilden seiner Männer nach vorne. Auf dem vordersten Zwerg angelangt, stieß er sich mit aller Kraft ab und schaffte es gerade noch an den Arm eines Trolls zu springen. Dort angekommen, kletterte er hoch. Die Trolle schauten verwirrt zu ihm hoch (außer der Betroffene, der scheinbar nichts bemerkt hatte), während Gimli sachte hüpfend und brüllend auf dem Troll um sich schlug. Dann kam das was er beabsichtigt hatte: Ein Troll schlug mit dem Hammer von oben nach ihm. Da Gimli jedoch rechtzeitig wegsprang, erschlug ein Ungetüm das andere. So ging das die ganze Zeit weiter, hin und wieder hängte sich Gimli auch an den widerlich krustigen Rücken eines Trolls um sie zum Speerstoß zu animieren. Als sich alle Trolle auf diese Weise niedergemetzelt hatten, stürmten die Zwergenkrieger wieder voller Enthusiasmus nach vorne und begannen mit dem Gemetzel an den Orks. Frain und Brain machten es ein wenig anders: Sie stellten sich hinter die “Schildwall-Zwerge” und verwarfen ersteinmal all ihre Wurfäxte gegen die Trolle, bevor sie schließlich kreiselziehend zwischen ihnen hin und her schwirrten, in einem für Zwerge beachtlichen Tempo. Vergebens hieben die Trolle auf den Boden, denn wenn der Schlag landete waren sie bereits wieder ganz wo anders. Auch hier stürmten die Zwerge wieder nach vorn, nachdem die Trolle vernichtet waren (es ist anzumerken, das auch viele Trolle durch die Bogenschützen ihren Tod fanden, nur liess Gimli dies nicht verzeichnen um mehr Ruhm zu erlangen). Nach der Schlacht schließlich wurden die wenigen Verwundeten und Toten in Balins Grabkammer zurückgetragen, der Rest hielt Wache an den beiden eingängen zu den königlichen Hallen. Gimli saß erschöpft auf dem Thron, Frain und Brain mit dem Rücken sitzend an jeweils eine Armlehne gelehnt. Die Zwerge, die keine Wache hielten, begannen nun mit dem munteren sanieren der Hallen. Im Laufe des Tages wurden nun auch die königlichen Hallen von den Zwergen besiedelt, denn nichteinmal in der Rüstkammer war genug Platz für die knapp 1.000 Mann. Den Thronsaal hatte Gimli für sich, Frain und Brain reserviert, um endlich mal seine Ruhe vor den ganzen schnarchenden Zwergen zu haben (Frain und Brain schnarchten nicht, das wusste er mittlerweile).
30.5.07 21:44


13. Mai

Am nächsten morgen stand Gimli nach einem seltsamen Traum auf, indem es darum ging, das er mit einem Hammer Orks zerhauen musste. Es gab 9 quadratisch angeordnete Löcher, aus denen hin und wieder ein Orkkopf herausschaute auf den er einschlagen musste. Er hatte vor, heute die Rüstkammern Morias zurückzuerobern. Einst waren dort die gewaltigen Schätze der Zwerge von Moria gelagert, doch durch die vielen Plünderungen fand bereits Balin sie leer vor. Balin, schon allein der Gedanke an seinen Tod ließ Wut in Gimli aufkochen. Er trat gegen einige Zwerge (teils weil er sie zur Expedition brauchte, teils um sich abzureagieren) und trat dann schließlich in die 21. Halle. Nach und nach kamen einige der Zwerge aus der Halle, bis sie schließlich allesamt vor der Kammer von Mazârbul standen. Im Gleichschritt marschierte Gimli mit den Zwergen gen Rüstkammer, dichtgefolgt von Frain und Brain. Die Zwerge stampften so laut wie nur möglich, damit auch ja viele Goblins und Orkse kommen würden. Doch Gimli traf die Kammer genauso an wie Balin; wenn man einmal von Staub und Luft absieht absolut leer. Durch eine Öffnung fiel ein kleiner Lichtstrahl in die Mitte des Raumes, dort schien etwas eingraviert. Gimli trat langsam darauf zu, gefolgt von seiner kleinen Armee von 118 Zwergen (genau die Hälfte der noch in Moria verbliebenen Streitmacht). Gimli las laut vor: “Harhar dumme Zwerge Falle zugeschnappt”. Er wurde sich seiner Worte erst bewusst als einige seiner Männer um ihn herum blass wurden. “Das...ist bestimmt schon alt” hüstelte Gimli wenig glaubhaft. “Bestimmt wurde es damals aufgeschrieben um Balin zu...”. Er stockte, als er sich umsah. Wie auch hier waren unzählige Löcher in Boden, Wand und Decke; aus all diesen krochen bereits seit einiger Zeit lautlos Goblins hervor, zusätzlich zu denen die den Gang entlangkamen. Der Rückweg war versperrt, sie waren vollkommen umzingelt. Für den Optimisten waren keine Trolle und Bogenschützen da, für den Pessimisten hingegen war die Streitmacht auch so schon groß genug. Gimli zeigt zu einem Loch in der Decke, wo die meisten Goblins herkamen. Mit einem “Feuer frei!” ließ er die Pfeile seiner Bogenschützen auf sie los. Die Goblins waren so dicht gedrängt, das jeder Pfeil traf. Einige Goblins die herunterfielen erstachen oder zerhackten ihre Kameraden beim panischen um sich schlagen, doch die dadurch entstandenen Verluste waren im Angesicht der Gesamtanzahl der Goblins nicht nennenswert. Gimli gab einige rasche Befehle, stieß in sein Kriegshorn um Verstärkung zu rufen und stürmte mit einem lauten “Khazad ai menu!” in die Orkhorden, wie immer dicht gefolgt von Frain und Brain. Die Hälfte der Bogenschützen legte ihren Bogen weg und griff zur axt, während die verbliebenen Schießer weiterhin auf die Verstärkung schossen, sodass kaum noch ein Goblin mehr hinzukam. Gimli holte weit mit seiner axt aus und schlug dann einen Halbkreis in die Orks. Ein halbes Dutzend ging zu Boden. Dem nächsten stieß er mit dem Ende seiner Axt in die hässliche Nase, eine rasante Drehung bei der er seine Zweiklingige Waffe nach außen hielt brachte weiteren vielen Orks den Tod. Alle Zwerge metzelten sich verzweifelt in die Richtung aus der sie gekommen waren, doch es waren einfach zu viele, zumal immermehr Verstärkung aus der Gegenrichtung kam. Da kam Gimli eine zugleich törichte und heldenhafte Idee. Er schnappte (im wahrsten Sinne des Wortes, und zwar am Gürtel) sich Frain und Brain, rief den Bogenschützen einen Befehl zu und rief einige Worte zu seinen Männern. Aus dem Loch in der Decke kamen keine Goblins mehr, sie hatten es wohl aufgegeben. Während sich die Truppen in Richtung Rettung schlugen, standen Gimli, Frain und Brain, unterstützt durch die ständig schießenden Bogenschützen, den ständig kommenden Verstärkungstruppen entgegen. Während Gimli voller gespielter Begeisterung (selbst für Gimli sind unendlich Orks zu viele) nach vorne stürmte, folgten Frain und Brain eher halbherzig. Unterwegs nahm sich Gimli eine am Boden liegende Axt die am Boden gelegen hatte (Neue Erkenntnis: Der Raum war nicht ganz leer) und stürmte nun, in jeder Hand eine Zweihandaxt, auf die Goblins zu. Nur auf dem großen Zeh und mit Bewegungen die jeden Baletttänzer neidisch gemacht hätte kreiselte er in die Orks hinein, alles niederfetzend was sich ihm in den Weg stellte, bis er sich schließlich erschöpft auf seine beiden platten Füße stellte. Bewundernd hatten Frain und Brain (auch wenn sie keine Baletttänzer waren) Gimli zugeschaut, nun stürmten sie ihm nach und hopsten, im Versuch eine Piruhette zu drehen herum, was bei einigen Bogenschützen trotz dem Angesicht der prekären Lage ein Grinsen abgewann. Während Frain und Brain rumhopsten, die Bogenschützen grinsend ihre Pfeile schossen und Gimli müde um sich schlug, war inzwischen die gerufene Verstärkung eingetroffen; Haldirs Elben! Strategisch metzelten sie sich zu den Zwergen durch, bis alle Goblins vernichtet waren. Die verwundeten wurden von den Elben auf Bahren mitgenommen, die (beinahe) unverletzten mussten selber laufen. Gerade als sich die Elben unter Haldirs Kommando abwenden wollten, rief einer:” Seht doch; Gimli!” Alle Elben wandten gleichzeitig ihre Köpfe um (was den Bogenschützen zweifellos ein weiteres Grinsen abverlangt hätte) und schauten auf Gimli, Frain und Brain, wie sie dort zusehends erschöpfter rumhopsten. Haldir brüllte irgendetwas elbisches (ein brüllender Elb wurde bisher das letzte mal bei der Schlacht des letzten Bündnisses gesichtet, namentlich Elrond) und die Elbenkrieger zückten ihre Bögen. Drei Pfeilsalven gingen auf die Orks vor, hinter, links und rechts von den kämpfenden Zwergen herab, sodass sie schließlich freistanden. Frain und Brain sahen das als Zeichen ihrer Rettung und traten den hopsenden Rückzug an. Gimli war vollkommen im Kampfrausch und wütend über die gestohlenen Goblins. Mit neuer Kraft stürmte er den Goblins entgegen. Gerade als er einem den Kopf abschlagen wollte, traf eine neue Salve der Elben ein, sodass Gimli erneut im Freien stand. Die Zwergenbogenschützen hatte sich bereits grinsend abgewandt und trotteten nun gemütlich gen 21. Halle. Gimli, rasend vor Wut, schlug wild um sich. Schließlich lebte nur noch ein einziger Ork. Gimli holte aus, ihm den Schädel zu spalten. Als seine Axtklinge gerade die fettigen Haare berührte, wurde der Kopf des Orks von einem Pfeil durchbohrt; wie Gimli anhand seines grinsenden Gesichtes (ein grinsender Elb wurde bisher noch nie gesichtet) feststellen konnte. Demonstrativ hieb Gimli den Ork in der Mitte durch, noch bevor er den Boden erreichte. Zufrieden streckte er Haldir die Zunge raus. Nun grinsten die Elben den rotwerdenden Haldir an. Nun marschierten die Elben und Gimli zurück zu ihrem kleinen Stützpunkt, der Zwerg voran. Das erste was Gimli tat als er ankam, war einen Boten zu entsenden, der zuerst Groin in dem stützpunkt vor dem Osttor von ihrer Lage berichten sollte und dann weitterreisen zu Dain, um weitere Zwergenkrieger zu beordern. Da die Schlacht beinahe den ganzen Tag über angedauert hatte zählte Gimli nur noch die überlebenden Schäfchen (gemeint sind natürlich Schafsköpfe...also Zwerge) und legte sich dann schlafen. Insgesamt hatten heute 47 Zwerge ihr Leben gelassen, weshalb nun nur noch 190 Zwerge in Moria hausten.
30.5.07 21:42


12. Mai

Gimli gähnte. Noch ein Tag in Moria. Oder war es Nacht? War ja eigentlich auch egal, wann es mittag war, sagte ihm schließlich sein Bauch! Knurrend stand Gimli auf, zog sich seine Rüstung über und stapfte hinaus. Ja, die 2. Halle war wirklich großartig saniert worden. Ein paar übereifrige Zwerge schrubbten das Orkblut vom Boden der 21. Halle. Gimli warf einigen von ihnen Münzen als Lohn zu, woraufhin diese hochmotiviert weiterschrubbten. Gimli ging in Balins Grabkammer zurück, wo er sich einige „Freiwillige“ für seine nächste Mission wählte. Frain und Brain gehörten selbstverständlich ebenfalls zu den „Freiwilligen“. Heute wollte Gimli die Brücke von Khazâd-Dum reparieren lassen und sich wenn nötig bis zum Osttor vorkämpfen. Danach sollte ihr Weg repariert werden. Es war wirklich ein Haufen Arbeit, den Gimli zum Glück nicht alleine machen musste. Ca. 25 Mann schritten durch die 21. Halle. Treppen hinunter, wo bereits die ersten Handwerkerzwerge durch einen Hornstoß gerufen wurden um Geländer anzubringen und die Treppe zu stabilisieren. Schließlich waren sie in der 2. Halle. Das Horn Brains schallte laut und mächtig bis zu Balins Grabkammer, und viele handwerklich begabte Zwerge stürmten in die 2. Halle zum ausbessern. Schließlich waren sie an der Brücke angelangt. Sie war fast vollständig zerstört. Ein letztes Mal blies Brain in sein Horn. Die Zwerge zogen ihre Bögen und stellten sich an den Abgrund, bereit, jeden sich dem Abgrund näherndem Goblin zu töten. Schnell huschten einige Zwerge herbei und erneuerten in Mühseliger Arbeit die Brücke. Ohne besondere Vorkommnisse wurde die Brücke schließlich wiederhergestellt. Die Zwergenarbeiter gingen zurück zur Kammer von Mazârbul alias Balins Grabkammer während Gimli und seine Leute nun endlich über die Brücke marschieren konnten - zum ersten Mal mit Geländer! Sie liefen die ersten 14 Stufen hinauf, als plötzlich ca. 10 Goblins um die Ecke flitzten (oder es zumindest versuchten). Aus Reflex griff Gimli in Frains Gürtel um die Wurfaxt herauszuholen, jedoch griff er daneben und schleuderte statt der Axt den armen Frain gegen die Goblins. Jetzt mussten sie schnell sein, bevor die Goblins den hilflos am Boden liegenden Frain abstachen. Gimli stürmte nach vorne und hieb dem ersten Goblin dem Kopf ab, dieser flog einem anderen gegen das hässliche Orkgesicht, worauf dieser vom Schmerz ohnmächtig umfiel. Brain stürmte in ohnmächtiger Wut nach vorne, stieß einen Goblin von der geländerlosen Treppe und stieß mit seiner Axt den vordersten Goblin gegen die hinteren. Schnell hatten sie die Goblins besiegt, ohne das Frain auch nur den Hauch eines Kratzers abbekommen hatte. Schließlich schaffte er es doch noch sich mit Mühe aufzurichten. Sie hörten bereits weitere Orkschreie und das grunzen eines Höhlentrolls. Als die feindliche Truppe um die Kurve bog, bot sich den Zwergen ein erstaunlicher Anblick: Der Troll hetzte hinter den Goblins her, während er nach ihnen schlug. Ein Goblin nach dem andern klatschte gegen die Wand oder flog in die tiefen Schächte von Moria. Schließlich, die Goblins waren eingekreist zwischen Zwergen und Höhlentroll, versuchten die Goblins verzweifelt, sich durch die Zwerge zu metzeln. Als dies ohne Verluste seitens der Zwerge von statten ging, wandten sie sich um gegen den Höhlentroll. Doch auch das schien keine allzu intelligente Entscheidung gewesen zu sein, da der Höhlentroll nun ohne weitere Hast die Goblins in Dutzenden durch die Luft schlagen konnte. „Ich glaube, wir sollten dem Troll helfen“ grinste Gimli. Die Zwerge verstanden sofort, und schon mussten die Goblins an zwei Fronten kämpfen. Schnell waren die Goblins fast vollständig dahingeschieden, als Gimli (diesmal seine eigene) Wurfaxt nahm und sie dem Troll mitten ins Gesicht warf. Dieser taumelte, wankte noch ein, zwei Schritte und fiel anschließend plump auf die beiden letzten Goblins nieder. Bis zum Westtor war kein Feind mehr zu sehen, und so zogen die Zwerge müde und hungrig gen 21. Halle. Nach einer kräftigen Zwergenbrühe legten sie sich erschöpft schlafen.
30.5.07 21:41


11. Mai

Gimli erwachte früh am Morgen, durch die Rufe der Wachen und Kampfgeräuschen. Schnell hatte er Kettenhemd und Helm an, die Axt in der Hand und lief zu den Wachen. Eine Goblinschar, gewaltiger als er je gesehen hatte, stand in der 21. Halle. Zum Glück diesmal ohne Trolle, warum auch immer. Die Goblins, einer hässlicher als der andere, fielen in Dutzenden, doch schien das den Rest mehr anzustacheln als einzuschüchtern! Inzwischen war die Hälfte der Wachen tot. Frain und Brain waren auch aufgewacht, und die gerade erst genesenen Zwerge mussten wieder in die Schlacht ziehen. Die Heiler würden wohl nie zu einer Pause kommen! An vorderster Front kämpfte Gimli, Frain und Brain hinter ihm, alles abfangend was an Gimli vorbeikam. Hinter ihnen stapfte der Rest des Zwergentrupps, in der Mitte die Bogenschützen. Bald waren eintausend Goblins und vierundsechzig Zwerge getötet. Plötzlich drangen auch aus den hinteren Goblinreihen Kampfgeräusche. War ein Aufstand der Goblins im Gange? Nun, vorerst würden sie es wohl nicht erfahren, und alles, was Goblins tötete, war sowieso gut. Mit diesen Gedanken hieb Gimli wild auf die Goblinhorde ein. Gimlis Arme wurden langsam schwach, und gerade fiel der hundertste Zwerg. Nach mehrstündigen kämpfen (dem knurren der Zwergenmägen nach musste es schon Zeit für das Mittagessen sein), erschrak Gimli plötzlich. Er schaffte es gerade noch sein Erschrecken zu verbergen in dem er die Luft nur scharf einsog und seine Gegenüber betrachtete. Elben! Elben waren es! Er schickte seine Mannen weg, und der Elbenhauptmann, der sich als Haldir entpuppte, tat ihm dies gleich mit seinen eigenen Leuten. Haldir gürtete sein Schwert und sah auf Gimli herab. Frain und Brain waren noch bei Gimli und putzten ihre Äxte. „Die Herrin des goldenen Waldes von Lorien schickt mich, den Zwergen beizustehen, bei der Rückeroberung einer Stadt, die von Elben und von Zwergen gleichermaßen geehrt wurde.“ begann Haldir. „soso.“ sagte Gimli nur. „Aber erwartet ja nicht das ihr auch noch in die Grabkammer meines Vettern einziehen könnt“ brummte Gimli. „Gewiss nicht“, sagte Haldir, und zog einen Beutel aus seinem Gürtel. Er ließ einen Saphir in Gimlis Hand gleiten, mit den Worten „aber ihr Zwerge werdet schnell genug sein uns eine Elbengerechte Kammer in die Wand zumeißeln, hab ich recht, Gimli, Gloins Sohn?“. Der Zwerg räusperte sich und nickte dann stumm. Nach dem Mittagessen (wo die Zwerge eigentlich die Suppe mehr in einem runterschluckten als löffelten) erteilte Gimli seinen Befehl, unter dem Motto; Wer nicht mit einem Elb sein Bett teilen möchte, solle an die Arbeit gehen. Von dem Saphir berichtete Gimli nichts. Das Motto erzeugte einen enormen Arbeitseifer, sodass Gimli bald nur noch enormen Staub sah. Hin und wieder sah er ein paar Zwerge in den Staub hineinhuschen. Als Gimli sah, wie Besen hineingetragen wurden und der Staub allmählich nachließ, wandte er sich sehr zufrieden an die wartende Elbentruppe. „Euer“ er hüstelte „Heim ist bald fertig, werte Elbenherren. Die Elben blickten zu dem langsam sich auflösenden Nebel aus Staub und einigen fiel glatt die Kinnlade herunter. Die meisten jedoch rissen nur die Augen auf, was Gimli sehr amüsierte. Nur Haldir bewahrte Fassung. Der Raum war wirklich schön, erteilte sich Gimli selbst sein Eigenlob. Als die arbeitenden Zwerge die Elben sahen, liefen sie schnell hinaus. Der ganze Raum war mit einer dünnen Glasschicht umgeben (außer auf dem Boden, das wäre selbst Elben zu rutschig), und in die Decke waren verschließbare Fenster eingemeißelt. Wenn sie nachts geöffnet wurden, spiegelten sich Mond und Sterne darin nieder. Nur tagsüber wäre es wohl zu hell, weshalb sie verschließbar waren. In die Wand waren Bäume, Äste und Blätter eingemeißelt, ebenso wie ein Sichelmond und viele Sterne. „Ganz annehmbar“, meinte Haldir ruhig. Gimli wollte gerade aufschnauben, als er an den Lohn von seinem Gedächtnis erinnert wurde. So verging der sechste Tag in Moria.
30.5.07 21:41


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung